Die Haftungsfragen bei Kettenaufträgen hält ein Dokumentenpaar in Ordnung: das, was der Generalunternehmer anfordert, und das, was der Subunternehmer bereithält. Diese Checkliste bietet für beide Rollen eine abhakbare Liste – die Hintergrundlogik liefert der Artikel zu Haupt- und Subunternehmer. Fecó hat schon in beiden Rollen gearbeitet – diese Liste ist auch seine Routine.
☐ Schriftlicher Subunternehmervertrag: Aufgabe, Frist, Vergütung – und die Klärung der Haftungsfragen (wer haftet wofür, welche Folgen hat eine mangelhafte Leistung).
☐ Versicherungsbestätigung anfordern: laufende Haftpflichtversicherung mit einer zur Arbeit passenden Deckungsart (Artikel zur Bestätigung).
☐ Inhaltliche Prüfung der Bestätigung: Größenordnung der Deckungssumme im Verhältnis zur übertragenen Arbeit, Gültigkeit für die gesamte Projektdauer.
☐ Prüfung der Subunternehmer-Erweiterung der eigenen Police: Deckt sie die Haftung für die Arbeit der Subunternehmer ab (Erweiterungen)?
☐ Bei längerer Zusammenarbeit: die Bestätigungen jährlich aktualisieren – die vorjährige Bestätigung ist dieses Jahr nur noch Papier.
☐ Umgang mit „eingesprungenen" Helfern: Auch der kettenfremde Mitwirkende (ausgeliehene Person, befreundeter Unternehmer) ist Teil der Kette – die Liste gilt auch für ihn.
☐ Laufende Deckung für die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit – mit dem vom Generalunternehmer verlangten Inhalt (Kundenanforderungen).
☐ Aktuelle Versicherungsbestätigung griffbereit – oder die Daten bereit für eine schnelle Anfrage (Checkliste zur Bestätigungsanfrage).
☐ Die Haftungspunkte des Generalunternehmervertrags vor der Unterschrift durchlesen: was Sie übernehmen, und ob Ihre Police das deckt (Ausschluss-Landkarte – die Falle der vertraglichen Mehrübernahme).
☐ Eigene Dokumentationsroutine auf der Baustelle: Bautagebuch, Fotos, Übergabeprotokoll – bei einem Streit in der Kette zeigt das, wessen Arbeit was verursacht hat (Schadenprävention).
☐ Die Partei, die den Schaden bemerkt, informiert sofort die Beteiligten der Kette – schriftlich.
☐ Jeder meldet den Fall seinem eigenen Versicherer über die Schadenhotline (erste Schritte) – das Abwarten nach dem Motto „wird sich schon klären, wessen Schuld es ist" verbrennt nur die Fristen.
☐ Der Haftungsstreit zwischen den Parteien ist nicht das Problem des Geschädigten: Die Klärung ist Sache der Verträge und der Schadenregulierung – die Dokumente entscheiden (Dokumentation).
Ordnung in der Kette ist auch ein Wettbewerbsvorteil: Generalunternehmer vergeben Folgeaufträge dorthin, wo die Papiere auf Anhieb stimmen. Für die Überprüfung Ihrer eigenen Kettensituation: kostenfreie Beratung.
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